Letzte Nachrichten
Zahl der Drogentoten in Deutschland erneut gestiegen
Die Zahl der Drogentoten ist in Deutschland erneut gestiegen. Im vergangenen Jahr starben 1826 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen und damit 15,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert (SPD), am Montag in Berlin mitteilte. 2020 waren 1581 Drogentote registriert worden. Damit erhöhte sich die Zahl schon das vierte Jahr in Folge.
Ausgebüxter Fünfjähriger will in Mannheim in Zug einsteigen
Ein ausgebüxter Fünfjähriger hat am Mannheimer Hauptbahnhof für einen Einsatz der Bundespolizei gesorgt. Der Junge war offenbar mehrmals kurz davor, in einen Zug einzusteigen, wie die Beamten am Montag in Karlsruhe mitteilten. Mehrere Zeugen beobachteten ihn demnach am Sonntagvormittag dabei. Weitere Zeugen sagten aus, dass der Junge sich sogar im Gleisbereich aufgehalten habe. Er war augenscheinlich ohne erwachsene Begleitung unterwegs.
McDonald's zieht sich komplett aus Russland zurück
Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zieht sich der US-Fastfoodkonzern McDonald's komplett aus Russland zurück. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Seine rund 850 Filialen in Russland hatte McDonald's bereits Anfang März geschlossen.
Söderholm lässt Nominierung von Reichel und Gawanke offen
Nach dem Play-off-Aus von Lukas Reichel und Leon Gawanke in der zweitklassigen nordamerikanischen Eishockeyliga AHL hat sich Bundestrainer Toni Söderholm eine Nachnominierung des Duos für die WM in Finnland offengehalten. Er warte auf eine Antwort, "wie es bei den beiden gesundheitlich ausschaut. Dann entscheiden wir, was wir tun", sagte der 44-jährige Finne am Montag.
Weizenpreis steigt wegen Indiens Exportstopp auf neuen Rekord
Der Preis für das Brotgetreide Weizen ist am Montag auf einen neuen Rekord gestiegen. Im europäischen Handel an der Börse Euronext kostete eine Tonne Weizen am Morgen 435 Euro. Grund ist das am Samstag von Indien verkündete Exportverbot von Weizen.
Wahlschlappen führen zu offenem Machtkampf in der AfD
In der AfD ist nach der neuerlichen Schlappe bei einer Landtagswahl ein offener Machtkampf entbrannt. Mehrere Vorstandsmitglieder forderten AfD-Bundeschef Tino Chrupalla am Montag auf, beim bevorstehenden Bundesparteitag nicht noch einmal für den Chefposten zu kandidieren. Chrupalla wies diese Forderungen allerdings zurück: Er wolle abermals antreten und strebe eine komplette Neuaufstellung des Bundesvorstands an, der dann für eine "Disziplinierung" in der Partei sorgen solle.
Klingbeil: Wüst führt als Gewinner zuerst Gespräche über Koalition in NRW
SPD-Chef Lars Klingbeil hat den klaren Sieg der CDU bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen eingeräumt. Die Sozialdemokraten hätten mit neun Prozent Abstand zur CDU "verloren", sagte Klingbeil nach einer Präsidiumssitzung am Montag in Berlin. Damit habe CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst das Recht, als erstes Gespräche über eine neue Regierung zu führen. Führe dies nicht zum Erfolg, stehe die SPD aber bereit, "Verantwortung zu übernehmen".
Lager um Hisbollah-Partei verzeichnet bei Wahl im Libanon Verluste
Bei der Parlamentswahl im Libanon hat das politische Lager um die schiitische Hisbollah-Partei laut vorläufigen Ergebnissen Verluste verzeichnet. Die Hisbollah konnte zwar alle ihre Mandate behalten, die verbündete christliche Partei von Präsident Michel Aoun, die Freie Patriotische Bewegung (FPM), erlitt jedoch Einbußen, wie aus den am Montag veröffentlichen ersten Ergebnissen hervorging. Das Reformlager ging hingegen gestärkt aus der Wahl vom Sonntag hervor.
Mordprozess um Tod von 32-Jähriger auf Autobahn in Schleswig-Holstein begonnen
Vor dem Landgericht in Flensburg hat am Montag ein Prozess um den gewaltsamen Tod einer 32-Jährigen auf der Autobahn 7 in Schleswig-Holstein begonnen. Laut Anklage soll die Frau während einer Autofahrt von ihrem Ehemann mit einem Messer attackiert und verletzt worden sein. Sie flüchtete demnach in Panik aus dem Fahrzeug und wurde von einem Lastwagen erfasst. Dem 34-Jährigen wird daher Mord vorgeworfen.
Totale Mondfinsternis am Montagmorgen in Deutschland kaum sichtbar
Die totale Mondfinsternis ist am Montagmorgen in Deutschland nur schwer zu beobachten gewesen. Der Himmel war zum Zeitpunkt des Spektakels bereits recht hell, und der Mond stand kaum über dem Horizont, wie Beobachter etwa vom Haus der Astronomie in Heidelberg berichteten. Zudem versperrten Wolken teilweise die Sicht. Bei einer Mondfinsternis taucht der Vollmond vollständig in den Kernschatten der Erde ein.
Russland verstaatlicht Besitz von Autobauer Renault im Land
Russland hat das Eigentum des französischen Autobauers Renault im Land verstaatlicht: Der Konzern und das Handelsministerium in Moskau teilten am Montag mit, der Mehrheitsanteil am russischen Autobauer Avtovaz sowie das Werk in Moskau gingen an den russischen Staat. Ein Preis wurde nicht genannt - Russlands Handelsminister Denis Manturow hatte aber im April gesagt, Renault plane den Verkauf für "einen symbolischen Rubel".
CDU strebt nach Wahlerfolg Schwarz-Grün in NRW an
Nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen strebt die CDU ein Regierungsbündnis mit den Grünen an. Beide Parteien seien die "Gewinner" der Landtagswahl vom Sonntag, sagte CDU-Generalsekretär Mario Czaja am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Und in diese Richtung wird jetzt auch die Koalitionsbildung laufen." Aber auch die SPD hat die Hoffnung auf eine Regierung unter ihrer Führung, die mit Grünen und FDP möglich wäre, noch nicht aufgeben.
Alternative Antriebe legen bei Neuzulassungen weiter zu
Immer mehr Autofahrer verabschieden sich laut Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) vom klassischen Verbrenner. In den ersten vier Monaten des Jahres 2022 nahm der Anteil alternativer Antriebe an allen Neuzulassungen im Vorjahresvergleich um 17,4 Prozent zu und erreichte einen Anteil von 44,5 Prozent, wie das KBA am Montag mitteilte.
Lächelnde Elizabeth II. lässt um Gesundheit der Königin besorgte Briten aufatmen
Lächelnd und offensichtlich gut gelaunt hat die britische Königin Elizabeth II. an der ersten großen Veranstaltung zu Ehren ihres 70. Thronjubiläums teilgenommen. Mit Hilfe eines Gehstocks bewegte sich die 96-Jährige am Sonntagabend in die royale Box, um der Show "Ein Galopp durch die Geschichte" in Windsor beizuwohnen. Die Anwesenden - unter ihnen die Filmstars Tom Cruise und Helen Mirren - erhoben sich für Standing Ovations.
EU-Kommission senkt Wachstumsprognose kräftig auf 2,7 Prozent für 2022
Die EU-Kommission hat ihre Wachstumsprognose für die Eurozone für dieses Jahr wegen des Ukraine-Kriegs deutlich auf 2,7 Prozent gesenkt. Der Krieg habe "neue Herausforderungen mit sich gebracht, gerade als sich die Union von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie erholte", erklärte die EU-Kommission in ihrer am Montag veröffentlichten Frühjahrsprognose. Im Winter war die Brüsseler Behörde noch von einem Wachstum von 4,0 Prozent ausgegangen.
Unmut in EU über "Geiselnahme" durch Ungarn bei Ölembargo
In der Europäischen Union wächst der Unmut über die Blockadehaltung Ungarns gegen das geplante Ölembargo gegen Russland. "Die ganze Union wird von einem Mitgliedstaat als Geisel genommen", kritisierte der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis am Montag am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Auch der irische Außenminister Simon Coveney drang auf ein "sehr klares Signal an den Kreml und an Moskau". Zu den Beratungen wurde auch der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba erwartet.
Parlamente in Finnland und Schweden beginnen Debatte über Nato-Beitritt
Die Parlamente in Finnland und Schweden haben mit ihren Beratungen über den geplanten Nato-Beitritt der beiden Länder begonnen. "Unser Sicherheitsumfeld hat sich grundlegend verändert", sagte die finnische Regierungschefin Sanna Marin am Montagmorgen vor den Abgeordneten in Helsinki. "Das einzige Land, das die europäische Sicherheit bedroht und jetzt offen einen Angriffskrieg führt, ist Russland."
Studie: Anzahl der E-Busse auf deutschen Straßen 2021 verdoppelt
Immer mehr Busse in Deutschland fahren elektrisch. Laut einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC fuhren 2021 fast doppelt so viele E-Busse auf deutschen Straßen wie im Vorjahr. Die Zahl der Neuzulassungen stieg im Vorjahresvergleich demnach um 60 Prozent, insgesamt waren in Deutschland rund 1270 elektrifizierte Busse im Einsatz.
Leipziger Buchmesse findet in kommendem Jahr erst im April statt
Die Leipziger Buchmesse soll im kommenden Jahr erst im April und damit einen Monat später als üblich stattfinden. Nach drei Absagen in Folge wegen der Corona-Pandemie werde die Buchmesse auf Ende April verschoben, um trotz aller Unwägbarkeiten "größte Planungssicherheit zu ermöglichen", erklärte Buchmessedirektor Oliver Zille am Montag in Leipzig. Die Messe sowie die parallel dazu laufende Manga-Comic-Con und das traditionelle Lesefest Leipzig liest sollen nun vom 27. bis zum 30. April 2023 stattfinden.
Moskau: Geplante Nato-Beitritte Finnlands und Schwedens sind ein "schwerer Fehler"
Russland hat die Bestrebungen Schwedens und Finnlands, der Nato beizutreten, erneut scharf kritisiert. "Dies ist ein weiterer schwerer Fehler mit weitreichenden Folgen", sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Montag laut russischen Nachrichtenagenturen. Russlands Reaktion werde "von den praktischen Konsequenzen des Beitritts" der beiden Länder zur Nato abhängen. "Für uns ist klar, dass die Sicherheit Schwedens und Finnlands durch diese Entscheidung nicht gestärkt wird", betonte der russische Vize-Außenminister.
Eindringlicher Hilfsappell von Ehefrauen der Kämpfer in Mariupoler Stahlwerk
Seit Wochen sitzen ihre Ehemänner im von russischen Truppen belagerten Asow-Stahlwerk im ukrainischen Mariupol fest: Vier junge Frauen ukrainischer Kämpfer reisen derzeit durch Europa und bitten um internationale Hilfe für ihre Befreiung. "Wir wissen nicht, welches Land uns wirklich helfen kann, deshalb wenden wir uns an alle", sagte Olha Andrianowna beim Besuch der Frauen in Paris am Sonntag.
Seeler traut HSV den Aufstieg zu - und warnt vor Magath
Nach dem furiosen Zweitliga-Schlussspurt mit fünf Siegen in Serie traut Klubidol Uwe Seeler dem Hamburger SV die Bundesliga-Rückkehr in der Relegation zu. "Wenn die Mannschaft kämpft wie zuletzt und auch den Ehrgeiz zeigt, kann sie es schaffen", sagte Seeler dem SID am Montag: "Ich hatte zwar schon nicht mehr damit gerechnet, doch jetzt wünsche ich mir und hoffe, dass es gelingt. Es wird allerhöchste Zeit nach so vielen Jahren."
Habeck lobt starke wirtschaftliche Dynamik in Sachsen-Anhalt
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat bei einem Besuch in Sachsen-Anhalt die wirtschaftliche Entwicklung des Bundeslandes gelobt. Sachsen-Anhalt sei eines der Bundesländer, "wo am stärksten zu sehen ist, wie im Moment eine neue Dynamik entsteht", sagte Habeck am Montag in Magdeburg. Insbesondere die geplante Ansiedlung des US-Chipherstellers Intel in Magdeburg sei ein Beispiel für den Fortschritt des Strukturwandels in dem ostdeutschen Bundesland.
Kutschaty will sich Option auf Ampelkoalition in Nordrhein-Westfalen offenhalten
Nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen hält sich SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty die Option auf eine Koalition seiner Partei mit Grünen und FDP offen. "Selbstverständlich liegt der erste Aufschlag bei der Union als stärkster Partei, zu Sondierungsgesprächen einzuladen", sagte Kutschaty am Montag im Sender ntv. Es sei aber "nicht ausgemacht", dass sich CDU und Grüne auf eine Koalition einigen könnten. In dem Fall stehe die SPD bereit.
Keine Maskenpflicht mehr in Frankreich in Bussen und Bahnen
In Frankreich gilt seit Montag keine Corona-Maskenpflicht mehr in Bussen und Bahnen. Schutzmasken müssen damit nur noch in Krankenhäusern und Altenheimen getragen werden. Dort muss auch weiterhin ein Gesundheitspass vorgelegt werden - das heißt, Besucher müssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein.
Ryanair verringert Verlust deutlich
Der irische Billigflieger Ryanair hat seine Verluste wegen der Corona-Pandemie im zurückliegenden Geschäftsjahr bis Ende März stark verringern können. Unter dem Strich stand ein Minus von 355 Millionen Euro - im Vorjahr war es noch rund eine Milliarde Euro gewesen. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Ryanair mit der Rückkehr in die Gewinnzone, wie die Airline am Montag mitteilte.
Corona-Lage in Nordkorea verschärft sich offenbar rapide
In Nordkorea spitzt sich die Corona-Lage offenbar dramatisch zu. Machthaber Kim Jong Un habe angeordnet, dass das Militär die Medikamenten-Versorgung in der Hauptstadt Pjöngjang "sofort stabilisiere", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Seit Bestätigung des ersten Corona-Ausbruchs starben laut Staatsmedien bislang 50 Menschen in dem isolierten Land, mehr als 1,2 Millionen Menschen erkrankten.
Allgemeine Maskenpflicht auf Flügen in EU aufgehoben
Im europäischen Reiseverkehr sind weitere Corona-Restriktionen weggefallen. Gemäß einem Beschluss der EU-Behörden muss das Tragen einer Maske im Flugzeug und in Flughäfen seit Montag keine Pflicht mehr sein. Es wird aber weiterhin empfohlen. Deutschland will laut Bundesgesundheitsministerium die Maskenpflicht vorerst jedoch auf allen Flügen beibehalten, die in Deutschland starten oder landen.
CDU-Generalsekretär Czaja setzt in Nordrhein-Westfalen auf Schwarz-Grün
Nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen favorisiert CDU-Generalsekretär Mario Czaja eine schwarz-grüne Koalition aus CDU und Grünen. "Es gibt zwei Gewinner dieser Wahl. Das ist die CDU und das sind vor allem auch die Grünen. Und in diese Richtung wird jetzt auch die Koalitionsbildung laufen", sagte er am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Zugleich kritisierte er Überlegungen der SPD, ihrerseits Koalitionsgespräche zu starten.
Frau in Baden-Württemberg stürzt aus rückwärtsfahrendem Motorboot in Bodensee
Aufgrund eines technischen Defekts an einem Motorboot sind im baden-württembergischen Langenargen zwei Menschen auf dem Bodensee in Seenot geraten. Wie die Polizei in Ravensburg am Montag erklärte, konnte das Motorboot aufgrund des Defekts nur noch rückwärts fahren. Der 70-jährige Schiffsfahrer musste sein Boot deshalb unter Begleitung der Wasserschutzpolizei rückwärts in den Hafen steuern.
Kühnert sieht Ursachen für SPD-Niederlage in NRW nicht unbedingt im Bund
SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert sieht die Ursachen für das schwache Abschneiden der Sozialdemokraten in Nordrhein-Westfalen nicht automatisch auf der Bundesebene. "Ich würde mich nicht auf die These einlassen, dass dieses Landtagswahlergebnis jetzt eine Bestätigung oder Wiederlegung der Politik der Bundesregierung wäre", sagte Kühnert am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Er räumte aber ein, es sei im Wahlkampf sehr viel um die globale Lage und wenig um Landespolitik gegangen.
Stärkster Anstieg der Großhandelspreise im April seit 1962
Die wegen des Ukraine-Kriegs stark gestiegenen Kosten für Mineralölprodukte und andere wichtige Rohstoffe haben die Großhandelspreise in Deutschland weiter nach oben getrieben: Sie lagen im April 23,8 Prozent über dem Wert vom April 2021, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit Beginn der Erhebung im Jahr 1962.