Französischer Rechtspopulist Bardella zeigt sich mit italienischer Prinzessin
Der Rechtspopulist und die Prinzessin: Gut ein Jahr vor der französischen Präsidentschaftswahl hat der rechtspopulistische Parteichef Jordan Bardella sich Hand in Hand mit der schwerreichen Prinzessin Maria Carolina von Bourbon-Sizilien gezeigt und damit eine Debatte über eine mögliche PR-Strategie ausgelöst. Eine Fotoreportage in der Klatschzeitschrift "Paris Match" zeigt den 30 Jahre alten Chef der Partei Rassemblement National (RN) bei einem offensichtlich inszenierten Spaziergang auf Korsika mit der acht Jahre jüngeren Adligen.
"Ein unglaublich unkonventionelles Paar", schreibt "Paris Match". "Auf der einen Seite ein Politiker aus einfachen Verhältnissen, der einen rasanten Aufstieg hinter sich hat, auf der anderen Seite eine Prinzessin aus dem Hochadel."
Schon nach einem ersten öffentlichen Auftritt Bardellas mit der Luxus-Influencerin im Januar hatte die Zeitung "Le Monde" geschrieben: "Was will Bardella? Warum zeigt er sich mit der italienischen Erbin einer der reichsten Familien des Jetset?" Die Zeitung "Le Parisien" stellte ihren Lesern am Donnerstag die Frage: "Ist Bardella zu bling-bling für den RN?" Laut dem Blatt ist die junge Frau aus dem Haus Bourbon-Sizilien eine direkte Nachfahrin des französischen Königs Ludwig XIV.
Fakt ist, dass die 22-Jährige sich in zahlreichen Videos auf Tiktok und Instagram makellos zurechtgemacht in einer Luxuswelt in Szene setzt - etwa beim Schmücken des Weihnachtsbaums, in edlen Abendkleidern oder bei einer Handtaschen-Präsentation.
Bardella hat sich bislang nicht ausdrücklich zu seiner angeblichen Beziehung geäußert, aber in Interviews zuletzt bestätigt, dass er "nicht mehr Single" und "ein glücklicher Mann" sei. Ob er bei der Präsidentschaftswahl 2027 antritt, hängt davon ab, ob RN-Fraktionschefin Marine Le Pen im Juli im Berufungsverfahren um veruntreute EU-Gelder erneut zur Nichtwählbarkeit verurteilt wird. In Umfragen liegt Bardella derzeit in der ersten Wahlrunde vorn, würde aber in der Stichwahl gegen den Mitte-Rechts-Kandidaten Edouard Philippe verlieren.
L.Moretti--GdR