Giornale Roma - Medien: Europas Top-Ligen fordern FIFA-Reformen

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Medien: Europas Top-Ligen fordern FIFA-Reformen
Medien: Europas Top-Ligen fordern FIFA-Reformen / Foto: NHAC NGUYEN - SID

Medien: Europas Top-Ligen fordern FIFA-Reformen

Die Bundesliga und drei andere europäische Top-Ligen intensivieren offenbar ihren Einsatz im Machtkampf im Fußball-Weltverband FIFA. Laut Sky News planen die deutsche Eliteklasse sowie die englische Premier League, Spaniens La Liga und die italienische Serie A am Freitag eine Erklärung, in der eine stärkere Konsultation bei Themen wie dem Fußballkalender verlangt wird. Zunächst war unklar, ob darin der in die Kritik geratene FIFA-Präsident Gianni Infantino zum Rücktritt aufgefordert wird.

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Seit Wochen laufen teils hitzige Diskussionen über die Rolle des FIFA-Chefs beim inzwischen verworfenen Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld des US-Präsidenten Donald Trump zu verkaufen. Neben anderen fordert die Europäischen Fußball-Union (UEFA) Infantinos Rückzug und bereitet eine Strafanzeige gegen ihn vor.

Die Vereinigung European Leagues, der auch die Bundesliga oder die Premier League angehören, befindet sich seit Jahren - insbesondere nach der Einführung der erweiterten Klub-WM - im Streit mit der FIFA und forderte bereits Anfang August eine Reform. Dabei müsse sichergestellt sein, "dass alle relevanten Akteure formell an Entscheidungen beteiligt werden, die die Zukunft unseres Sports prägen", hieß es: "Solange keine Reform erfolgt, die auch eine rechtsverbindliche Einbindung aller relevanten Akteure im Fußball einschließt, werden die europäischen Ligen die Erweiterung oder Schaffung von FIFA-Wettbewerben ablehnen."

Infantino hatte am Montag mit einem öffentlich gemachten Schreiben überrascht. Darin regte er eine "unabhängige, externe Prüfung" des FIFA-Regierungsstils und die Einbeziehung aller "relevanten Interessenträger" in Entscheidungsfindungen an. Der FIFA-Chef steht hinsichtlich seiner angestrebten Wiederwahl beim Kongress am 18. März des kommenden Jahres in Rabat/Marokko vor entscheidenden Wochen. Mögliche Gegenkandidaten können bis zum 18. November nominiert werden.

L.Cattaneo--GdR