Kwasniok-Aus in Köln für Funkel "nachvollziehbar"
Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel kann die Entlassung von Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln nachvollziehen. Einerseits hätte der Coach nicht die nötigen Ergebnisse geliefert und zudem immer wieder angeeckt, sagte Funkel bei RTL/ntv.
"Vielleicht hat er es ein bisschen übertrieben. Ich sage immer, weniger ist manchmal mehr. Aber er ist nun mal bekannt dafür, dass er einen Spruch raushaut, dass er den einen oder anderen auch mal anschnauzt", sagte Funkel. Das "ein oder andere" sei ihm "vielleicht mal zu schnell rausgerutscht."
Kwasniok war nach sieben Spielen ohne Sieg am Montagabend von seinen Aufgaben als Cheftrainer freigestellt worden. Während sich der FC nach zunächst ansprechendem Saisonstart zunehmend in einer Abwärtsspirale wiederfand, verlor der 44-Jährige nicht nur in großen Teilen der Fanszene, sondern Gerüchten zufolge zudem innerhalb der Mannschaft den Rückhalt.
Geht es nach Funkel, könne man Kwasniok dennoch "eigentlich gar nicht so viel vorwerfen". Die Mannschaft habe "überwiegend, zu 80, 85 Prozent, wirklich immer gute Spiele gemacht. Sie hat schlicht zu wenig Spiele gewonnen", erklärte der 72-Jährige und fügte hinzu, dass zwei Siege aus den vergangenen 18 Spiele "zu wenig" für den Abstiegskampf seien.
Die Chancen auf den Klassenerhalt sieht Funkel mit Interimstrainer René Wagner trotzdem gegeben: "Die Spiele, die der FC noch vor der Brust hat, stimmen mich total optimistisch, dass sie hundertprozentig die Klasse halten. Das Verhältnis von Wagner zur Mannschaft soll gut sein, was ich gehört habe. Aber auch da müssen jetzt die Ergebnisse kommen."
Ein erneutes Engagement für die Rettung seines Herzensvereins sei für Funkel derweil keine reelle Option gewesen: "Es gab keinen Kontakt zum 1. FC Köln. Es ist schon richtig, wie man sich jetzt entschieden hat."
P.Mancini--GdR