Giornale Roma - Mindestens 24 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - darunter vier Kinder

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Mindestens 24 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - darunter vier Kinder
Mindestens 24 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - darunter vier Kinder / Foto: Genya Savilov - AFP

Mindestens 24 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - darunter vier Kinder

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben am Mittwoch mindestens 24 Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Allein 18 Menschen kamen bei einem Raketenangriff auf ein Wohnhaus im Norden des Landes ums Leben, bei dem zudem dutzende Menschen verletzt wurden, erklärte Präsident Wolodymyr Selensky in Onlinediensten. Er nannte die jüngsten Attacken "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.

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Bei dem verheerenden Raketenangriff wurde am Morgen ein fünfstöckiges Wohnhaus in Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw getroffen und weitgehend zerstört. Unter den 18 Toten dieses Angriffs waren Selenskyj zufolge vier Kinder, sieben weitere Kinder wurden ihm zufolge verletzt. Rettungsdienste sprachen von insgesamt 50 Verletzten. 15 Menschen hätten aus den Trümmern gerettet werden können.

"Wir haben im Haus geschlafen", sagte die 40-jährige Bewohnerin Olena Sajun der Nachrichtenagentur AFP. "Unsere Fenster wurden herausgesprengt. Gott sei Dank haben wir das Kind mit unseren Körpern geschützt. Mein Mann und ich haben Schnittwunden am Rücken erlitten." Die getöteten Kinder habe sie sehr gut gekannt.

Zwei weitere Menschen wurden Selenskyj zufolge getötet, als Raketen in Hochhäuser in Dnipro und Krementschuk in der Zentralukraine einschlugen. Jeweils zwei Todesopfer gab es auch bei Angriffen auf Oleksandrija und in Kiew. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko kamen die beiden Menschen in der Hauptstadt durch ein Feuer ums Leben, das nach einem Angriff ausgebrochen war.

Menschen in Kiew suchten in U-Bahn-Stationen Schutz und schleppten Reisetaschen, Schlafmatten und Decken mit sich. "Wir haben unsere Sachen gepackt und sind hierher gekommen, wir leben direkt nebenan", sagte die auf einem Bahnsteig sitzende Bankangestellte Iryna Rybaltschenko. "Ganz Kiew ist in Angst versetzt."

Mit dem Herannahen des Winters sieht sich Kiew verstärkten russischen Angriffen ausgesetzt. Die Angriffe richten sich gegen die Energieinfrastruktur und den Bahn- wie Straßenverkehr der ukrainischen Hauptstadt, darunter auch gegen die Brücken über den Fluss Dnipro. Die Luftalarmsirenen ertönen in Kiew inzwischen ständig - sowohl in der Nacht als auch tagsüber.

Wegen der verstärkten russischen Drohnen- und Raketenangriffe befürchten viele Menschen in Kiew einen weiteren Winter mit wenig oder gar keiner Strom- und Wärmeversorgung. Am Freitag hatte Bürgermeister Klitschko nach Angriffen auf Brücken und Energieanlagen die Situation in der Stadt "extrem dramatisch" genannt und davor gewarnt, dass Kiew "in Stücke gerissen" werde.

Insgesamt feuerte Russland der ukrainischen Luftwaffe zufolge in der Nacht zu Mittwoch mindestens 50 Raketen und 130 Drohnen auf verschiedene ukrainische Regionen ab. Fünf ballistische Raketen, 39 Marschflugkörper und mehr als hundert Drohnen hätten abgefangen werden können.

Selenskyj hatte in seiner regelmäßigen Videoansprache am Vorabend vor einem "massiven" russischen Angriff insbesondere auf die Energieinfrastruktur des Landes gewarnt. "Die Russen wollten schmerzhaft und demonstrativ zuschlagen", schrieb er am Mittwoch. Ballistische Raketen seien die "größte Herausforderung". Neue Luftabwehrsysteme seien nötig, um der Ukraine bei ihrer Verteidigung zu helfen.

P.Sartori--GdR