Linnemann verteidigt Reform von Notfallversorgung: "Notaufnahmen werden entlastet"
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat die geplante Reform der Notfallversorgung verteidigt. "Die Notaufnahmen werden entlastet und können sich in Zukunft auf die Fälle konzentrieren, die wirklich schnelle Hilfe brauchen", sagte Linnemann am Donnerstag im Bundestag. Kernstück der Reform seien die Integrierten Notfallzentren, die an vielen Kliniken angedockt werden sollen.
Hier könne ebenso eine medizinische Ersteinschätzung vorgenommen werden und dann in eine angeschlossene Notdienstpraxis oder direkt in die Notaufnahme vermittelt werden, betonte der Minister. "Mit diesem Notfallwegweiser kommen die Patienten so immer an die richtige Stelle."
Das Gesundheitssystem werde durch die Reform zudem effizienter. "Wir gehen besser mit finanziellen Ressourcen um", sagte Linnemann. Bisher entstünden hohe Kosten, "wenn Rettungsdienste unnötig gebunden werden und Notaufnahmen vermeidbare Behandlungsfälle übernehmen". So seien der gesetzlichen Krankenversicherung für Rettungsdienstfahrten im Jahr 2025 Kosten in Höhe von mehr als zehn 10 Milliarden Euro entstanden.
Der Bundestag beschloss die Reform der Notfallversorgung am Donnerstag. Mit dieser sollen sogenannte Integrierte Notfallzentren (INZ) aufgebaut werden, bestehend aus der Notaufnahme eines Krankenhauses, einer Notdienstpraxis und einer Ersteinschätzungsstelle. Zudem soll die Rufnummer 116117 der Kassenärztlichen Vereinigungen ausgebaut werden.
A.Sala--GdR