Giornale Roma - An Lungenkrebs erkrankter Papst Leo XIV. verlässt nach Operation das Klinikbett

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An Lungenkrebs erkrankter Papst Leo XIV. verlässt nach Operation das Klinikbett
An Lungenkrebs erkrankter Papst Leo XIV. verlässt nach Operation das Klinikbett / Foto: Andreas SOLARO - AFP

An Lungenkrebs erkrankter Papst Leo XIV. verlässt nach Operation das Klinikbett

Papst Leo XIV. hat einen Tag nach seiner Operation an der Lunge wegen eines bösartigen Tumors bereits wieder das Krankenhausbett verlassen. Der 71-Jährige sei am Mittwoch im Gemelli-Krankenhaus in Rom umhergegangen und habe gegessen, teilten seine Ärzte in einer vom Vatikan veröffentlichten Erklärung mit. Auch machte der Pontifex Atemübungen. Bei der Operation war Lungenkrebs festgestellt worden. Aus aller Welt kamen Genesungswünsche für den Papst.

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Eine Blutuntersuchung und eine Röntgenaufnahme zeigten einen "normalen postoperativen" Verlauf, erklärten der behandelnde Arzt des Papstes, Luigi Carbone, und der Leiter des Operationsteams für Thoraxchirurgie, Stefano Margaritora. Die Werte lägen "im erwarteten Bereich". Zuvor hatte der Vatikan mitgeteilt, der Papst habe eine "ruhige Nacht" verbracht.

Im Zuge der Operation war beim Pontifex Lungenkrebs festgestellt worden. Um eine vollständige Entfernung eines "Adenokarzinoms der Lunge" sicherzustellen, wurde dem Oberhaupt der katholischen Kirche während des 90-minütigen Eingriffs der "Unterlappen des rechten Lungenflügels entfernt", wie der Heilige Stuhl mitteilte. Dabei habe es keine Komplikationen gegeben.

Ob sich der Krebs weiter ausgebreitet hat, war weiterhin unklar. Nach Angaben aus Vatikankreisen laufen weitere Untersuchungen, die klären sollen, ob sich bereits Metastasen in anderen Körperteilen gebildet haben. Nach Angaben des Vatikans wurde der Krebs aber in einem frühen Stadium erkannt.

"Die Operation war erfolgreich und es gab keine Komplikationen", erklärte der Vatikan. Leo XIV. sei insgesamt rund drei Stunden im Operationssaal gewesen und nach dem Eingriff normal aus der Narkose erwacht.

"Es ist ein Schock für uns alle", verlautete aus Vatikankreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind in einer Position des Abwartens". In der Kapelle der Gemelli-Klinik beteten dutzende Menschen bei einer Rosenkranzandacht für den Papst. Auf einem großen Banner vor dem Gemelli-Krankenhaus war zu lesen: "Lang lebe der Papst!".

Leo XIV. hatte am Sonntag nach dem Angelusgebet selbst bekanntgegeben, dass in seiner Lunge ein Knoten entdeckt worden sei und er sich "in den kommenden Tagen" operieren lassen werde. Der Knoten sei "in einem sehr frühen Stadium" diagnostiziert worden, sagte der Papst. Seine Audienzen wurden bis zum 20. Oktober abgesagt.

Der Lungenknoten war laut dem Vatikan bei einer Routineuntersuchung entdeckt worden. Beschwerden, die eine Untersuchung der Lunge erforderlich gemacht hätten, habe der Papst nicht gehabt.

Für Leo XIV. ist es der erste Krankenhausaufenthalt seit seiner Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche am 8. Mai 2025. Die Erkrankung könnte auch Auswirkungen auf eine geplante Südamerikareise haben. Leo XIV. wollte vom 6. bis zum 17. November Uruguay, Argentinien und Peru besuchen.

Leo, der 1955 als Robert Francis Prevost in Chicago geboren wurde und der erste Papst aus den USA ist, gilt allgemein als sportlich und gesund. Der Onkologe Alain Gelibter aus Rom sagte der Nachrichtenagentur AFP, wenn der Krebs in einem frühen Stadium entdeckt werde und die Genesung gut verlaufe, könne "der Patient binnen weniger Wochen wieder ein normales Leben führen und seinen gewohnten Aktivitäten nachgehen".

Der niederländische Theologe Hendro Munsterman erklärte: "Wir hatten einen Papst, den alle als jung, aktiv und sportlich kannten. Jetzt haben wir einen Papst, der sich verletzlich zeigt". Das werde das Bild verändern, das die Menschen von ihm haben, sagte Munsterman.

Aus aller Welt erreichten den Papst Genesungswünsche. Auch der britische König Charles III. wollte Leo XIV. in einem privaten Brief gute Genesungswünsche ausrichten, wie aus Kreisen des Königshauses verlautete. Charles III. ist selber wegen einer Krebserkrankung in Behandlung.

US-Außenminister Marco Rubio, ein praktizierender Katholik, erklärte im Onlinedienst X, er und seine Frau beteten für den Papst. "Möge der Herr ihm Kraft schenken", schrieb Rubio. Der australische Premierminister Anthony Albanese erklärte, seine "Gedanken und Gebete" seien beim Pontifex. Er bezeichnete den Papst als "eine Stimme für Frieden, Menschlichkeit und Vernunft in unserer modernen Welt".

P.Sartori--GdR