Grüne kritisieren geplante Abschaffung von Kindersofortzuschlag
Die Grünen haben die von Union und SPD geplante Abschaffung des Kindersofortzuschlags scharf kritisiert. Die Bundesregierung spare ausgerechnet bei den Familien mit dem wenigsten Geld und bei Kindern, die in Armut aufwüchsen, sagte die frühere Parteivorsitzende Ricarda Lang am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. Die Bundesregierung begründet die Abschaffung mit Sparzwängen.
"25 Euro mag für viele Menschen nicht nach viel klingen, für diese Familien bedeutet das aber eine Mitgliedschaft im Sportverein oder einmal im Monat einen Ausflug machen zu können", gab Lang zu bedenken. Gleichzeitig traue sich die Regierung nicht an die Erbschaftssteuer heran. "Das heißt, ich soll in Deutschland auch in Zukunft über 26 Millionen Euro erben können, ohne einen einzigen Cent Steuer zu zahlen, aber bei Kindern in Armut werden jetzt noch 25 Euro gestrichen", kritisierte die Grünen-Politikerin. Dies sei nicht nachvollziehbar.
Der Kindersofortzuschlag wird an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Haushalt der Eltern gezahlt, die Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen haben. Das Höchstalter beträgt 25 Jahre.
A.Serra--GdR