Giornale Roma - FIFA-Wahl: Vega will Infantino herausfordern

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FIFA-Wahl: Vega will Infantino herausfordern
FIFA-Wahl: Vega will Infantino herausfordern / Foto: Stefan Rousseau - picture-alliance/PA Wire/SID

FIFA-Wahl: Vega will Infantino herausfordern

Der frühere Schweizer Fußballprofi Ramon Vega will ein weiteres Mal seinen Landsmann Gianni Infantino an der Spitze des Weltverbandes FIFA herausfordern. Der 55-Jährige kündigte an, bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr antreten zu wollen. Dafür braucht Vega allerdings den Rückhalt einiger Verbände, daran war sein Vorhaben, Infantino abzulösen, schon einmal gescheitert.

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Bis zum 15. November können weitere potenzielle Kandidaten ihre Bewerbung abgeben. Auf ihrem Gipfel am Donnerstag in Berlin hoffen die einflussreichen Verbände der UEFA einen mehrheitsfähigen Kandidaten zu finden. Dieser müsse nicht unbedingt ein europäischer sein, sondern könne auch von einer anderen Konföderation kommen, sagte Bernd Neuendorf dem Tagesspiegel. Nicht nur für den DFB-Präsidenten ist Infantino "nicht mehr tragbar".

Ob Vega ein geeigneter Kandidat ist, um Infantino zu verdrängen, ist fraglich. Der frühere Nationalspieler und Verteidiger von Tottenham Hotspur war zuletzt als Finanzberater tätig. Vega hatte bereits 2015 nach dem Rücktritt von Sepp Blatter eine Kandidatur gegen Infantino in Erwägung gezogen, vier Jahre später versuchte er erfolglos, den Amtsinhaber herauszufordern, damals erhielt er nicht genügend Unterstützung.

Auch diesmal braucht er wieder mindestens fünf der 211 Verbände, die seine Kandidatur tragen. Vega ist zuversichtlich. "Die Situation hat sich seither stark gewandelt", sagte Vega der Nachrichtenagentur AFP und fügte hinzu, die FIFA-Mitgliedsverbände seien "viel offener für Veränderungen" als zu dem Zeitpunkt, als er zuvor kandidieren wollte.

"Ich trete an, weil mein Leben mich darauf vorbereitet hat, dem Sport zu dienen", schrieb Vega in einem elfseitigen Dossier. Er sehe es als seine "Pflicht und gesellschaftliche Verantwortung an, den Fußball zu schützen und zu verteidigen – seine Integrität, die Menschen darin und seine Zukunft". Vega fügte hinzu: "Der Fußball liegt auf der Intensivstation und wird künstlich am Leben erhalten. Wir können nicht länger warten. Die FIFA braucht eine neue Ausrichtung und grundlegende Reformen."

Infantino dürfte davon kaum beeindruckt sein. Das Momentum scheint sich zu seinen Gunsten gedreht zu haben. Schon jetzt erscheint sicher, dass die drei oppositionellen Kontinentalverbände aus Europa, Asien (AFC) und Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) bei der Wahl im März 2027 im marokkanischen Rabat nicht alle ihre Mitglieder hinter sich vereinen können. So sprach sich etwa Lettland unlängst als erster europäischer Verband für Infantino aus.

L.Costa--GdR