7,10 m: Mihambo wackelt - und explodiert.
Erst Riesen-Probleme, dann ein Riesen-Satz: Malaika Mihambo hat in der EM-Qualifikation der Weitspringerinnen in Birmingham nach einem Krimi das Finale am Sonntag (21.05 Uhr/ARD und Eurosport) gelöst. Die Titelverteidigerin sprang erst im letzten Versuch unter die besten zwölf - und landete mit 7,10 m dann aber ganz vorne.
Bei starkem Rückenwind hatte Mihambo zunächst große Schwierigkeiten mit dem Anlauf. Im ersten Versuch sprang sie fast 30 Zentimeter zu früh ab und kam nicht über 6,37 m hinaus. Versuch zwei war weit übertreten - es stimmte gar nichts.
Unter großem Druck funktionierte Mihambo wieder einmal am besten. Obwohl sie am Brett 23 Zentimeter verschenkte, flog sie weit über die Sieben-Meter-Marke. Mit 3,3 m/s Sekunden lag der Rückenwind allerdings weit oberhalb der für den Eingang in Bestenlisten zulässigen 2,0 m/s. Mihambos Bestleistung liegt bei 7,30 m beim WM-Triumph in Doha 2019.
Bei regulärem Wind (1,7 m/s) kam die Portugiesin Agate de Sousa auf exakt sieben Meter. Die europäische Jahresbeste Larissa Iapichino (Italien), Tochter der zweimaligen Weltmeisterin Fiona May, sprang gleich im ersten Versuch 6,94 m und dürfte Mihambos härteste Konkurrentin werden.
Die deutsche Meisterin Mikaelle Assani (Karlsruhe), die Mihambo beim von starkem Wind beeinflussten DM-Wettkampf überraschend geschlagen hatte, schied mit 6,52 m als 18. aus. Imke Daalmann (Leverkusen) verabschiedete sich nach drei ungültigen Versuchen.
G.Brambilla--GdR