"Jeder möchte uns das versauen": Haie jagen DEL-Rekord
Beherzter Einsatz hinten, pure Effizienz vorne: Die Überflieger von den Kölner Haien nehmen nach dem 15. Sieg in Serie den alleinigen Rekord der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in den Blick. "Jeder möchte uns das versauen. Aber ich glaube, wir müssen uns stärken und so weitermachen, wie wir hier aufgehört haben", sagte Torjäger Maximilian Kammerer bei MagentaSport nach dem knappen 3:2 (2:1, 0:0, 1:1) bei den Schwenninger Wild Wings.
Das Team des finnischen Headcoachs Kari Jalonen egalisierte die Bestmarke der Adler Mannheim aus der Saison 2001/02 und kann am Sonntag vor eigenem Publikum gegen die Nürnberg Ice Tigers (16.30 Uhr/MagentaSport) mit einem weiteren Erfolg zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen.
"Ich glaube, dass wir gar nichts verändern müssen. Wir müssen genauso weitermachen", sagte Kammerer, der in Schwenningen den entscheidenden Treffer erzielt hatte. Danach überstand Köln noch mühsam zwei Strafminuten. "Ich glaube, es ist immer die Klasse von uns, dass wir dann im richtigen Moment zuschlagen und die drei Punkte holen", sagte Kammerer.
Gegen Nürnberg warnte Kapitän Moritz Müller, brauche es mentale und körperliche Energie sowie Bescheidenheit. "Jede Mannschaft kann uns schlagen", sagte der 39-Jährige, der auch im Aufgebot von Bundestrainer Harold Kreis für die Olympischen Winterspiele steht. Die Haie seien "wirklich eine tolle Truppe, nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Kabine. Es macht sehr großen Spaß, wir wollen aber nicht zu weit zurückschauen oder zu weit nach vorne. Wir haben jetzt das nächste Spiel vor der Brust und das wollen wir auch gewinnen", sagte Müller.
In der Tabelle liegt der achtmalige deutsche Meister, der seit 2002 auf den nächsten Titel wartet, weiterhin einsam an der Spitze. 20 Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde hat Köln 14 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Mannheim.
L.Bonetti--GdR